Möriken - Wildegg Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland

Räumliches Gesamtkonzept

Urbaner Entwicklungsraum Raumkonzept Aargau
Teil der Agglomeration Lenzburg
EinwohnerInnen: 4'300, Jahr 2014
Beschäftigte: 1'500, Jahr 2011
Beschluss Gemeindeversammlung: November 2015
 

Als Einstieg in die Nutzungsplanung wurde unter Einbezug der interessierten Bevölkerung ein räumliches Gesamtkonzept erarbeitet. Hauptelement ist die Definition von Teilräumen mit unterschiedlichen Identitäten, insbesondere die „Stadt Wildegg“ und das „Dorf Möriken“. Wildegg als Teil der Aabachstadt soll gezielt verdichtet werden und an urbanen Qualitäten gewinnen. In Möriken steht hingegen der Erhalt des dörflichen Charakters im Vordergrund.

 

Möriken - Wildegg räumliches Gesamtkonzept
 

 

Analyse der inneren Siedlungsverdichtung

Potentialräume Einwohnerverdichtung nach Handlungskategorie

Potentialräume Einwohnerverdichtung und Visualisierung Verdichtungspotential

 

Umsetzung in der Nutzungsplanung

§ BNO Zone Lauématt

  • Sicherung minimaler Gewerbeanteil von 25%
  • Erhalt der schützenswerten Industriebauten und Wasserkanäle
  • Schaffung von Fuss- und Radwegverbindungen
  • Grosszügige Aussenräume mit hoher Aufenthaltsqualität
  • Erhöhte Anforderungen an Ökologie und Energieffizienz
  • Realisierung in Etappen unter Berücksichtigung des ansässigen Gewerbes
  • Pflicht zur Erstellung eines Entwicklungsrichtplans und eines Gestaltungsplans

Die gezielte Förderung der inneren Verdichtung in Wildegg wird mittels Gestaltungsplanpflichten an städtebaulich wichtigen Lagen gesichert. Im KIW-Areal (Umstrukturierungsgebiet) wird eine Spezialzone mit massgeschneiderten Vorschriften in der BNO eingeführt (siehe unten).

KIW-Areal

 

 

Öffentlicher und privater Aussenraum

Die Gestaltung des Aussenraums hat einen wesentlichen Einfluss auf die Siedlungsqualität. Monotone und grossflächig versiegelte Strassenräume können das Bedürfnis nach Geborgenheit und Identifikation nicht befriedigen (siehe Foto unten). Um solche Situationen zukünftig zu vermeiden, wird daher eine entsprechende Vorschrift eingeführt, wonach im Minimum die Hälfte der Vorgärten mit Grünflächen und Bäumen zu gestalten sind (§ BNO Begrünung Strassenräume).

 

Planausschnitt Begrünung Vorgärten                                                 Strassenraum Möriken-Wildegg

 

 

Aufwertung Ortseingänge und Siedlungsränder

Die heutigen Siedlungsränder weisen in gestalterischer und ökologischer Hinsicht Defizite auf. Im Kulturlandplan werden deshalb Bereiche für die Aufwertung der Ortseingänge mittels Baumalleen, Baumreihen oder Einzelbäumen ausgeschieden. Kosten für Pflanzung, Pflege, Bewirtschaftungseinschränkungen und Mindererträge werden durch die Gemeinde oder Dritte entschädigt (§ BNO Aufwertung Ortseingänge).

Ausschnitt Kulturlandplan mit Bereich zur Aufwertung Ortseingänge (Baumallee, Baumreihe, Einzelbäume)
 

Ortseingang Bruneggstrasse heute

 


Ortseingang Bruneggstrasse mit zukünftiger Bepflanzung